• Isabell

Das Polnische Alphabet - Mehr als das einfache ABC


Polnisch zählt zu den schwersten Sprachen Europas und nach meinen 7 Monaten Spracherfahrung verstehe ich auch warum.

Wer die polnische Sprache lernt, wird gleich am Anfang bemerken: Diese Sprache hat es in sich, gerade wenn man bis zu diesem Punkt noch keinen Kontakt mit slawischen Sprachen hatte. Es gibt viele ungewöhnliche Grammatikregeln und die Aussprache von vielen Wörtern macht mir bis heute zu schaffen.

Aber fangen wir von vorne an. Das polnische Alphabet besteht aus 32 Buchstaben, dass deutsche im Vergleich dazu aus 30 (wenn man ä,ü,ö und ß dazu zählt). 9 von diesen 32 Buchstaben sind in keiner anderen Sprache zu finden, sie lauten ą, ć, ę, ł, ń ó, ś, ż, ż. Auf dem ersten Blick ziemlich simpel. Zu diesem Alphabet kommen jedoch noch Diagraphen (ch, cz, dz, dź, dż, rz, sz ) dazu. Das sind Buchstabengefüge, die alle ihre eigene Aussprache haben, stellt euch das wie das deutsche „sch“ oder „ch“ vor. Das sind noch einmal 7 Laute. Zusammengefügt also 39 verschiedene Laute aus denen ein Wort entstehen kann.

Doch gehen wir erstmal etwas näher auf die 9 extra Buchstaben ein. Denn diese werden in Polen geliebt. Es gibt reichlich Wörter mit diesen Lauten darin, gefühlt mehr als ohne. Sie scheinen den Polen so wichtig zu sein, wie für uns Deutsche unsere Vokale (also a, e, i, o, u).

Apropos Vokale: Wer denkt, dass jedes Wort mindestens ein Vokal braucht, hat wohl noch nie polnisch gelernt. Ein für uns ungewöhnliches Buchstabengewusel wie ,,wpływ’’ (übersetzt „Einschlag“) gehört in Polen zum Alltag. Auch z, w, y, p, und weitere eher seltene Buchstaben in der deutschen Sprache finden im Polnischen ihre Anerkennung.

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