• Ada

Über das Freiwillige Soziale Jahr

Updated: Apr 12

Für deutsche Leser wird dieser Beitrag trivial erscheinen, schließlich ist der Freiwilligendienst im FSJ hier nichts Neues. Es ist eine sehr beliebte Art, ein Gap Year zu verbringen, die einem ermöglicht, etwas Neues zu erleben, praktische Fähigkeiten zu erwerben und die einem helfen kann, sich für einen Karriereweg zu entscheiden. Ich habe das Gap Year erwähnt, weil sich die meisten Menschen nach ihrem Schulabschluss und vor dem Studium für einen Freiwilligendienst entscheiden. Deshalb sind viele Deutsche überrascht, wenn ich ihnen erzähle, dass ich ein Ehrenamt ausübe, obwohl ich bereits einen Hochschulabschluss habe.


Die Ursprünge des Freiwilligen Sozialen Jahres reichen bis in die 1950er Jahre zurück, als man durch einen Freiwilligendienst vom Wehrdienst befreit wurde. Ein Freiwilligendienst im FSJ dauert in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten. Er kann in Deutschland oder im Ausland stattfinden. Die Vielfalt der Arbeiten, die man machen kann, ist riesig. Sie finden Freiwillige in Kindergärten, Pflegeheimen, Parlamentsbüros, bei der Armee, in Umweltorganisationen und an vielen anderen Stellen. Jeder Freiwillige ist kranken- und sozialversichert, erhält ein kleines Gehalt und hat Anspruch auf Urlaub. Freiwillige haben oft Anspruch auf Ermäßigungen in Museen und in einigen öffentlichen Verkehrsmitteln. Einige Organisationen bieten Freiwilligen eine Unterkunft an, ermäßigte Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel und andere Leistungen. Zusätzlich zu ihrer Arbeit sind die Freiwilligen verpflichtet, an regelmäßigen Seminaren teilzunehmen.


Meine einzige Frage, seit ich das FSJ begonnen habe, ist, wieso es in anderen Ländern nicht so verbreitet ist. Das ist wirklich eine tolle Sache. Einerseits erweitert es einem den Horizont, ermöglicht es ihm, etwas völlig Neues zu erleben und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, andererseits kann es einen echten Nutzen für die lokale (und nicht nur die) Gemeinschaft bringen.


Ich ermutige alle Unentschlossenen aufrichtig, sich freiwillig zu melden. Ich habe keinen einzigen Moment bereut. Wenn Ihr auf der Suche nach einer Organisation seid, für die Ihr arbeiten möchtet, kann ich Euch sagen, dass das DPJW bald mit der Bewerbung für unsere Nachfolger beginnen wird. Bald erfahrt Ihr mehr Infos!